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Ob Hauskauf oder Hausbau: So klappt die Finanzierung

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Es ist einer der größten Wünsche in Deutschland: 73 Prozent der Mieter hierzulande wollen laut einer aktuellen Forsa-Umfrage früher oder später ihr eigenes Haus oder ihre eigene Wohnung kaufen. Gleichzeitig ist der Kauf einer Immobilie oft die größte finanzielle Entscheidung des Lebens. Wir zeigen dir, worauf du dabei achten musst – damit der Traum von den eigenen vier Wänden in Erfüllung geht.

Wer ein Haus bauen oder kaufen will, braucht dafür natürlich erst einmal Geld. Als Faustregel gilt dabei: Mindestens 20 bis 30 Prozent einer Finanzierung solltest du durch Eigenkapital decken können. Dazu zählen etwa Erspartes, Bausparguthaben, Lebensversicherungen oder Wertpapiere. Klar ist auch: Je weniger des Kaufpreises du durch Kredite und ähnliches aufnehmen musst, desto besser. Auf dieser Grundlage kannst du dir deinen ungefähren finanziellen Spielraum ausrechen. Es gibt dazu auch zahlreiche Tools im Internet. Wenn du es genau wissen willst, lass dich bei deiner Bank oder einem unabhängigen Experten beraten.

Der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung kostet mehr als nur den vereinbarten Preis. Der Eintrag in das Grundbuch, der Notar und vielleicht auch ein Makler wol-len bezahlt werden – so kommen schnell noch einmal 10 bis 15 Prozent des Kaufpreises zusammen. Dazu die Kosten für Umzug, Renovierung und Einrichtung. Je nach Zustand des Objekts muss außerdem mit nötigen Sanierungen gerechnet werden. Und Rücklagen für den Notfall dürfen auch nicht fehlen. Beim Hausbau gesellen sich noch weitere Faktoren dazu.

Das sagt der Experte

„Holen Sie sich immer mindestens zwei bis drei unabhängige Angebote für Ihre Finanzierung ein, bevor Sie sich festlegen – idealerweise über einen Berater, der Zugang zu einer breiten Bankenauswahl hat. Die Konditionen können zwischen verschiedenen Banken auch bei gleicher Bonität um mehrere Zehntausend Euro variieren. Ein unabhängiger Vergleich zeigt oft Optionen, die eine einzelne Bank so nicht anbieten kann oder will. So sichern Sie sich nicht nur den besten Zins, sondern oft auch die passendere Vertragsgestaltung, etwa bei Sondertilgungen oder Flexibilität bei der Zinsbindung.“

Daniel Ebert,
unabhängiger Finanzberater
mit Spezialisierung auf
Baufinanzierung

www.ebert-finanzberatung.de

Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Zum Kaufpreis für das Grundstück kommen Kosten für Rohbau und Ausbau, Installationen, Außenanlagen sowie Baunebenkosten. Unvorhergesehene Ereignisse können die Finanzierung außerdem erschweren. Die Landesbausparkassen (LBS) nennen als Richtwert für den Hausbau Kosten von durchschnittlich 2.193 Euro pro Quadratmeter im Bundesland Bremen, 1.983 Euro pro Quadratmeter in Niedersachsen. Vergleichsweise ist unsere Region damit noch sehr preiswert: Für Bayern veranschlagen die LBS etwa 3.029 Euro pro Quadratmeter.

Entscheidend für deinen Finanzierungsspielraum sind neben dem Kapital deine Einnahmen und Ausgaben. Deine monatlichen Raten für Haus oder Wohnung sollten 40 Prozent des verfügbaren Nettoeinkommens nicht übersteigen. Plane außerdem einen Puffer ein: Die finanzielle Situation kann sich schnell verändern, etwa durch Krankheit oder Jobverlust. Du solltest langfristig in der Lage sein, deinen Kredit bedienen zu können. Mache sonst lieber Abstriche bei deinem Höchstpreis oder spare noch ein paar Jahre Eigenkapital an.

Nicht nur, wie viel du finanzieren möchtest, ist ausschlaggebend – sondern auch, wie lange du es abbezahlst. Möglich sind oft bis zu 35 Jahre. Doch in der Regel bieten kürzere Fristen niedrigere Zinsen. Je nach Dauer der Bindung liegen aktuell die Zinsen zwischen 3,7 und 4,3 Prozent. Eine hohe Tilgung sorgt dafür, dass du schneller zu 100 Prozent der Eigentümer deines Eigenheimes wirst. Experten empfehlen eine Tilgungsrate von mindestens 2 bis 4 Prozent pro Jahr.

Fördermittel nicht vergessen!

Vergünstigte Förderkredite vergibt die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW), wenn du ein klimafreundliches Haus bauen willst. Bis zu 150.000 Euro kannst du dort – gebunden an bestimmte Auflagen – zu einem deutlich niedrigeren Zinssatz aufnehmen. Auch der Kauf gerade gebauter klimafreundlicher Eigentumswohnungen kann darüber unterstützt werden. Es gibt einige weitere staatliche Förderprogramme zum Bau oder Kauf von Häusern wie „Jung kauft alt“ oder „Wohneigentum für Familien“. Dein Baufinanzierungs- Experte kann dir genau erklären, was für dich in Frage kommt.

Doch wie viel ist die Immobilie eigentlich wert? Gerade private Anbieter steigen manchmal mit überzogenen Erwartungen in den Verkauf ein. Vergleiche vor der Besichtigung eines Hauses mit den Angeboten ähnlicher Objekte im Internet. Achte vor Ort auf Mängel und Investitionsbedarf. Wenn nicht schon 20 andere Interessenten Schlange stehen, kannst du bei der Verhandlung des Preises durchaus noch etwas herausholen. Laut einer Analyse von ImmoScout24 lag der durchschnittliche Verhandlungsspielraum bei Immobilien in Deutschland im Mai 2026 bei 5,8 Prozent. Das kann bei sechsstelligen Summen schon eine ganz schöne Menge sein.

Gut zu wissen: Bevor du den Kaufvertrag für eine Immobilie abschließen kannst, brauchst du zuerst eine unterschriebene Baufinanzierung. Setze dich also am besten frühzeitig mit den Fachleuten bei deiner Bank oder deinem Kreditgeber zusammen und lasse schon einmal alles durchrechnen. Dann hast du alles Nötige schnell beisammen, wenn du deine Traumimmobilie findest – und hältst hoffentlich auch bald den Schlüssel in der Hand.

Das sagt der Experte

„Wer weiß, dass die Zinsbindung seiner Baufinanzierung in den nächsten Jahren endet, sollte nicht bis zur letzten Minute warten. Mit einem Forward-Darlehen lassen sich die Konditionen für die spätere Anschlussfinanzierung oft schon mehrere Jahre im Voraus festschreiben. Das schafft Planungssicherheit und schützt vor bösen Überraschungen, falls die Bauzinsen zum Ende der Zinsbindung noch weiter steigen. Wer finanziellen Spielraum hat, kann auch jetzt schon Rücklagen bilden oder Sondertilgungen nutzen. So lässt sich eine höhere Monatsrate nach Ablauf der Zinsbindung leichter stemmen. In jedem Fall kann sich eine frühzeitige Beratung auszahlen.“

Heinz Weber, Inhaber
des Hypofact Regionalbüros
Bremerhaven

www.guw.ag/baufinanzierung

Rundum sicher im neuen Zuhause: So bleibt das Eigenheim gut geschützt

Dazu rät der Versicherungsexperte Björn Frebe

„Mit dem Erwerb des Eigenheims beginnt auch die Verantwortung für den passenden Versicherungsschutz. Unverzichtbar ist eine Wohngebäudeversicherung, die Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel abdeckt. Käufer sollten prüfen, ob der Vertrag des Vorbesitzers übernommen werden kann oder ein neuer Tarif bessere Leistungen bietet. Sinnvoll ist auch ein Schutz vor Elementarschäden wie Starkregen oder Überschwemmungen, der häufig separat abgeschlossen werden muss. Bei vermieteten Immobilien schützt eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht vor den finanziellen Folgen von Schadensersatzansprüchen. Ebenso wichtig ist die Absicherung der Baufinanzierung, falls Berufsunfähigkeit, schwere Krankheit oder ein Todesfall die Rückzahlung erschweren.

Entscheidend ist nicht nur der Preis einer Versicherung, sondern vor allem der Leistungsumfang. Wer seinen Versicherungsschutz regelmäßig vom Fachberater überprüfen lässt, vermeidet Unterversicherung und sichert den Wert seines Heims langfristig.“

Björn Frebe
Grotelüschen & Weber AG
0471 / 309 666 0
info@guw.ag

www.guw.ag

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