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Feuer frei fürs Barbecue: Wissenswertes rund ums Grillen

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Der Duft von Rauch, Kräutern und flammengegartem Fleisch weht durch die Nachbarschaft – die Grillsaison läuft auf vollen Touren. Dabei geht es nicht mehr nur um Würstchen und Nackensteak. Grillen ist heute Genuss, Hobby und geselliges Erlebnis zugleich – vom spontanen Feierabend Barbecue bis zum mehrgängigen Grillmenü. Die Möglichkeiten waren nie größer.

Schon bei der Wahl des Grills streiten Gelehrte und Enthusiasten. Dabei ist es eigentlich relativ einfach: Der klassische Holzkohlegrill punktet mit echtem Raucharoma und Lagerfeuergefühl. Der Gasgrill ist dagegen unkompliziert: schnell aufgeheizt, gut regulierbar und ideal für längere Grillabende. Elektrogrills wiederum sind die praktische Lösung für Balkon oder Terrasse, wenn offenes Feuer nicht erlaubt oder gewünscht ist. Moderne Geräte liefern inzwischen erstaunlich gute Ergebnisse – vor allem bei Gemüse, Fisch oder kleineren Fleischstücken.

Noch entscheidender als die Technik ist der richtige Umgang damit. Viele Grillfans arbeiten heute mit zwei Temperaturzonen: einer direkten Zone zum scharfen Anbraten und einer indirekten Zone zum schonenden Garen. Gerade dickere Fleischstücke profitieren davon. Beim indirekten Grillen liegt das Grillgut nicht direkt über der Hitze, sondern daneben und gart bei geschlossenem Deckel besonders gleichmäßig und saftig.

Was darauf kommt ist nicht Wurst

Ebenso wichtig wie der Grill selbst ist die Qualität der Zutaten. Billigwürstchen auf dem 800 Euro teuren Edelgrill sind etwa so, als ob man Cola aus Champagnergläsern trinkt. Wer gutes Fleisch verarbeitet, schmeckt den Unterschied sofort. Regional erzeugtes Fleisch aus verantwortungsvoller Haltung bringt oft mehr Aroma mit und verliert auf dem Grill weniger Flüssigkeit. Passend dazu entdecken viele Genießer wieder Hofläden und Direktvermarkter für sich – nicht nur beim Fleisch, sondern auch bei Gemüse, Kräutern oder hausgemachten Marinaden.

Beim Grillen gilt außerdem: keine Hektik, Ruhe ausstrahlen! Ein Steak sollte nicht direkt aus dem Kühlschrank auf den Rost wandern, sondern vorher etwas Temperatur annehmen. Nach dem Grillen braucht gutes Fleisch zudem eine kurze Ruhezeit, damit sich der Fleischsaft verteilen kann und nichts trocken wird. Auch ein Grillthermometer ist kein Profi-Spielzeug mehr, sondern hilft vielen ambitionierten Amateuren dabei, Fleisch punktgenau zu garen.

Neben Steak, Bratwurst und Burgern landen inzwischen immer öfter Gemüse, Käse oder sogar Obst auf dem Rost. Maiskolben, Spargel, Paprika oder Lauch entwickeln auf dem Feuer intensive Röstaromen und zeigen, dass Grillen weit mehr sein kann als reine Fleischeslust. Und zum Nachtisch darfs auch gern eine gegrillte Wassermelone sein.

Wenn du tiefer in die Materie einsteigen möchtest, findest du inzwischen zahlreiche Grillkurse in der Region. Dort kannst du über Garstufen, Smoken, Rubs, Marinaden oder die perfekte Kombination aus direkter und indirekter Hitze fachsimpeln. Am Ende ist Grillen ein bisschen wie Kochen unter freiem Himmel: Je besser die Zutaten und je entspannter der Grillmeister, desto besser schmeckt das Ergebnis.

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