Merkst du es auch? Der Winter ist vorbei und der Frühling liegt in der Luft. Jetzt ist die richtige Zeit, deine Gartensaison vorzubereiten. Wir zeigen dir, welche Schritte gerade anstehen – und womit du lieber noch warten solltest.
Frühjahrsputz im Garten
Nach der langen Winterpause ist es erst einmal an der Zeit, den Garten richtig aufzuräumen. Entferne zunächst übrig gebliebenes Laub und abgestorbene Pflanzen. Es lohnt sich auch, unter Obstbäumen und Futterhäuschen für Vögel sauber zu machen – sonst beginnen heruntergefallene Kerne mit steigender Temperatur zu sprießen und müssen mühsam ausgegraben werden. Blumentöpfe, Terrasse oder Balkon kannst du jetzt auch schon einmal herrichten. Das weckt die Vorfreude auf schöne Stunden im Sommer!
Erste Pflege für den Rasen
Der Winter hinterlässt auch im Rasen seine Spuren: Kahle Stellen und Moos. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für eine Kur. Vertikutiere den Rasen und entferne Moos und Unkraut. Schließe beschädigte Stellen mit neuer Saat. Warte mit dem ersten Mähen, bis der Rasen etwa sieben Zentimeter hochsteht. Schneide ihn dann nicht kürzer als vier Zentimeter. Anschließend solltest du Langzeit-Rasendünger ausbringen. Dann hat das Grün genug Nährstoffe für sattes Wachstum im Frühling und Sommer.
Das Beet auf den Kopf stellen
Hast du deine Beete mit Planen oder Mulch vor dem Winterwetter geschützt? Dann ist es im März an der Zeit, sie wieder auszupacken. Außerdem solltest du den Boden aus dem Winterschlaf wecken. Lockere ihn mit einem Spaten oder einer Grabegabel auf und schichte Erde von oben nach unten um. Für besonders gutes Wachstum kannst du Kompost oder Dünger mit einarbeiten. Gönne dem Boden danach aber einige Tage Ruhe, bevor du etwas einsäst oder auspflanzt.
Sommerfällverbot
In Bremerhaven gilt vom 1. März bis einschließlich 30. September das Sommerfällverbot. Bäume, Gebüsche und weitere Gehölze dürfen währenddessen nicht abgeschnitten oder gefällt werden. Form- und Pflegeschnitte, etwa an der Hecke, sind aber erlaubt – solange sie nicht zu radikal ausfallen. Das Sommerfällverbot soll Tiere während ihrer Brutzeit schützen.
Frühblüher und Spätzünder
Weil es bis in den Mai hinein noch Frost geben kann, dürfen die meisten Pflanzen jetzt noch nicht nach draußen. Du kannst aber schon mehrjährige Frühblüher wie Krokus, Narzisse, Märzenbecher und Schneeglöckchen setzen. Die sind unempfindlich gegenüber Kälteeinbrüchen. Robuste Nutzpflanzen wie Erbsen, Möhren und Salat dürfen jetzt auch schon ins Beet. Empfindlichere Pflanzen wie Tomaten, Paprika und Zucchini solltest du erst auf der Fensterbank vorziehen, bevor sie Mitte Mai nach draußen dürfen.
Die Gartentrends 2026
Üppige Pflanzenpracht ist gerade nicht nur innerhalb des Hauses voll im Trend. Auch draußen darf es gerne etwas mehr sein. „Cottage Garden“ nennt sich der von englischen Landhäusern inspirierte Trend. Obstbäume, bunte Sträucher und Kletterpflanzen ergeben gemeinsam mit Rosen und Stauden ein farbenfrohes, einladendes Paradies. Dazu passen versteckte Sitzecken, schmale Pfade und Rankhilfen. Nach wie vor beliebt sind naturnahe Gärten. Wilde Stauden und Kräuter treffen auf Blumenwiesen und Nisthilfen für Vögel und Insekten. Das braucht weniger Pflege und hilft außerdem der Umwelt.
Garten oder Balkon können bald wieder dein zweites Wohnzimmer werden. „Outdoor Living“ ist weiter im Trend. Wetterfeste Sofalandschaften, bunte Teppiche und Outdoor-Küchen sorgen dabei für ein besonderes Lebensgefühl. Dazu passen warme Terrassenböden aus Holz oder Naturstein. Immer mehr setzen sich auch Fliesen mit Holzoptik durch, die bei natürlichem Look trotzdem pflegeleicht und langlebig sind.
Richtig gemütlich – auch bei Regenschauern oder kaltem Wind – werden Terrasse und Balkon mit einer Überdachung und Seitenwänden. Ob mit beweglichen Lamellen, verschiebbaren Modulen oder fest installiert, Glas, Holz oder Metall: Es gibt unzählige Möglichkeiten, dein zweites Wohnzimmer noch einladender zu gestalten. Wofür du dich auch entscheidest: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, neue Projekte zu starten!
Das sagt der Experte: Der richtige Baum am richtigen Platz
„Jeder Baum und Strauch hat seine biologische Endgröße. Es macht keinen Sinn, die Pflanze ständig durch Schnitt im Wuchs zu begrenzen. Wenn ein Baum oder Strauch zu groß für seinen Standort wird, ist es einfach der falsche Platz dafür. Informiere dich vor dem Kauf über die Endgröße oder lasse dich beraten, welche Pflanze an welchen Ort passt.“
Benjamin Merbitz
Fachagrarwirt von Merbitz Garten – Baum – Landschaft

