100% Seestadt  6x im Jahr  30.000 Exemplare
Dein kostenloses Stadtmagazin
c-nikita-kachanovsky_unsplash
Rauf aufs Rad 2026

Datum

Autor

Der Frühling kommt zurück und es wird Zeit, den Drahtesel wieder zu satteln, um die Umgebung neu zu erkunden. Wir haben dir zwei Touren herausgesucht, auf denen du die Schenkel strampeln und die Seele baumeln lassen kannst.

Kleine Weser-Rundreise (mit Mini-Kreuzfahrt)

Diese Route ist quasi ein Kurzurlaub im Süden auf zwei Rädern. Gestartet wird an den Havenwelten, dort, wo Hafen, Stadt und Wasser zusammenkommen. Du fährst über die Geeste und die Doppelschleuse und schon nach wenigen Minuten liegt der Trubel hinter dir, der Weg führt direkt am Fluss entlang raus aus Bremerhaven. Der Blick schweift über die Weser, Schiffe ziehen vorbei, der Deich gibt den Takt vor. In Dedesdorf bietet sich Gelegenheit für eine kleine Pause am Strand, zum Beispiel in der „Weserperle“.

In Sandstedt überquerst du mit der Fähre die Weser, mit Bockwurst in der Hand und Wasserspritzern im Gesicht. Auf der anderen Seite führt der Weg an der Strohauser Plate entlang, vorbei an Rodenkirchen und dem stillgelegten Kernkraftwerk Unterweser. Über den Großensieler Hafen und den Weserstrand entlang geht es durch Nordenham bis nach Blexen, wo du die Fähre zurück nach Bremerhaven nimmst und bei der zweiten Bockwurst und einem Getränk den Blick auf die Skyline der Seestadt genießt, bevor die letzten Meter zurück zu den Havenwelten führen.

Zwei Fähren, ein kleiner Bockwurst-Test, viele Weserblicke und jede Menge frische Luft machen diese Runde zu einer idealen Tagestour.

Natur im Norden (mit kleinem Grenzverkehr)

Diese Tour zeigt die grüne Seite von Lehe und Leherheide, wandelt aber auch auf den Spuren der Bremerhavener Geschichte. Zunächst geht es von den Havenwelten ins Kistnerquartier und über die Kistnerstraße zum Zollinlandplatz, wo die Stadt plötzlich weit weg scheint. Die rund 200 Meter durch die grüne Oase in der City musst du das Rad allerdings mal schieben.

Weiter geht es durchs Goethestraßenviertel und den Twischkamp, am Stadion vorbei durch den Speckenbütteler Park mit der Bockwindmühle und der Allee der heilenden Bäume. Über Parkstraße und Debstedter Weg führt der Weg ins Fehrmoor, das letzte intakte Hochmoor im Land Bremen. Interessant für Geografie-Freaks: Hinter der Fehrmoorbrücke fährst du rund 200 Meter durch Niedersachsen, und bist dann wieder im Land Bremen.

Zurück fährst du am Erikasee vorbei durch das Schierholzgebiet und den Wischacker über die Geeste und dann am Geestewanderweg entlang wieder in die Innenstadt.

Die Mischung aus Stadtnähe und ländlicher Ruhe macht die Route besonders. Sie eignet sich für eine entspannte Feierabendrunde genauso wie für einen ausgedehnten Ausflug am Wochenende. Keine großen Anstiege, keine Hektik – dafür viel Gelassenheit auf zwei Rädern.

Weitere
Beiträge