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Es wird Frühling, das Wetter wieder besser und die Zeit der gefühlten Winterstarre zwischen Arbeitsplatz und heimischem Sofa ist vorbei. Die Zeit zum Entdecken, Austoben und Entspannen bricht an. Aber diesmal soll es etwas Anderes sein? Etwas wo du noch nicht warst? Oder einen neuen Blick auf Bewährtes bekommst? Kein Problem: Wir haben dir hier ein paar Tipps zusammengestellt, die du in der Form eher nicht in Prospekten oder auf den üblichen Touristen-Plattformen findest.

Signal auf Grün für Eisenbahnfans

In der Langener Landstraße, erreichbar über einen Eingang am Heideweg, hat der Modelleisenbahn-Club Bremerhaven (MECB) Station gemacht. Über fast 100 Quadratmeter erstreckt sich eine L-förmige Anlage, auf der Züge im HO-Format durch eine Modell-Landschaft sowie eine Ebene tiefer durch den Untergrund fahren. Der Club hat derzeit 22 Mitglieder zwischen 12 und 88 Jahren, die sich dreimal in der Woche treffen, um an der Strecke weiterzubauen. „Und wir freuen uns über jede helfende Hand, die gern dazu kommen möchte“, erklärt Kassenwartin Ulla Veldkamp. Denn Arbeit steckt schon eine Menge in der Mini-Landschaft, das wird dem Beobachter schnell klar. Und man wird auch nie fertig damit. „Das will man ja auch gar nicht“, sagt der Club-Vorsitzende Henk Veldkamp. „Wir wollen ja schließlich auch immer wieder etwas Neues bieten.“

Die Clubtreffen finden jeden Dienstag und Donnerstag von 19 bis 21 Uhr sowie am Sonntag von 10 bis 12 Uhr statt.

Was da in mühevoller Handarbeit aufgebaut wird, zeigt der MECB mindestens zweimal im Jahr allen Interessierten beim öffentlichen Fahrbetrieb. Die nächsten Fahrbetriebstage finden am 5. und 6. April von 11 bis 17 Uhr statt. Bei freiem Eintritt und preiswertem Kaffee und Kuchen können dann kleine und große Augen Miniatur-Eisenbahngeschichte vom „Adler“ bis zum ICE in einer liebevoll gestalteten und mit viel
Kleinarbeit aufgebauten Kulisse bestaunen. Außerdem veranstaltet der Club ein bis zwei Flohmärkte im Jahr, wo Modellbahn-Enthusiasten um gebrauchte Schätzchen feilschen können.

Putten in fantastischen Welten

Wann hast du zum letzten Mal Minigolf gespielt? Im Freizeitpark? In einer Kur? Minigolf bekam über die letzten Jahrzehnte ein bisschen das Image eines reinen Rentnervergnügens. Mit der Erfindung von Schwarzlichtgolf ist dieser Sport aber auch für junge Leute wieder interessant geworden. Seit dem vergangenen Dezember gibt es auch in Bremerhaven eine neue Anlage für das Putten unter UV-Licht. Sie heißt HavenGlow und ist im Erlebniscenter Altes Eiswerk untergebracht, wo auch das Kinderparadies Kidszone und der Trampolinpark Jumpin zu Hause sind. Eiswerk-Betreiber Marc Horstmann erweitert damit sein Angebot auf alle Altersklassen. „Wir wollten gern eine Freizeiteinrichtung schaffen, die sich nicht nur auf die jüngere Altersklasse bezieht, wie zum Beispiel die Kidszone, sondern für Jung bis Alt geeignet ist“, sagt Horstmann. „Zudem wurden wir öfter von Kunden gefragt, ob wir nicht solch eine Anlage aufmachen können, da es in Bremerhaven ja länger schon keine mehr gibt und wir bereits Schwarzlichtgolf-Anlagen in Oldenburg und Osnabrück betreiben.“

Für die Gestaltung des HavenGlow hat er sich mächtig ins Zeug gelegt. Die 18 Bahnen sind auf rund 400 Quadratmeter in verschiedenen Themenwelten wie Unterwasser oder Dinosaurier angelegt, die durch den 3D-Effekt zum Teil erstaunlich plastisch wirken. Das macht auch das Spielen spannend, weil Hindernisse
zum Teil anders wahrgenommen werden. Bei der Gestaltung der Bahnen haben die beteiligten Künstler außerdem bekannte Wahrzeichen, auch aus Bremerhaven, in ihre Welten integriert. Inmitten der Fantasiewelten gibt es also auch Vertrautes zu entdecken.

Lehrreiches für Jungmatrosen

Die Zeiten, wo Museumsbesuche für Kinder schnell langweilig werden, sind zum Glück längst vorbei. Das Deutsche Schifffahrtsmuseum hat mit „Von hier nach dort“ eine ganze Ausstellung speziell für Kinder auf die Beine gestellt. Dort können junge Besucher zwischen 8 und 12 Jahren spielerisch lernen, welche Erfindungen früher und heute Menschen auf den Weltmeeren nutzen, um in den sicheren Hafen zu gelangen. Zum Abschluss können Kinder ein eigenes, selbst gebasteltes Navigationsinstrument
mit nach Hause nehmen. In der „Mini-Matrosenschule“ verraten Experten aus Schifffahrt und Wissenschaft ihr Fachwissen über Navigation auf See und stehen den jungen Besuchern Rede und Antwort. Die Kinder können so lernen, was auf dem Wasser wichtig ist oder wie man sich in der Nacht auf hoher See orientiert, wenn alles dunkel ist.

Oder für ein paar Tage raus?

Auch ein Trip nach Cuxhaven mit Übernachtung im dortigen havenhostel könnte interessant sein. Das Community Hotel im Herzen der Stadt ist eine tolle Adresse für den entspannten Freizeit-Kurztrip mit Freunden, Partner oder Familie (und Hund!) vor der eigenen Haustür und bietet Übernachtungsmöglichkeiten für jedes Budget. Durch seine zentrale Lage am Nordseekai im Alten Fischereihafen ist das havenhostel außerdem der perfekte Ausgangspunkt, um das Nordseeheilbad an der Elbmündung zu erkunden.

Eine ideale Gelegenheit bietet sich zu den Entdeckertagen, die vom 1. bis 16. März in Cuxhaven stattfinden. In spannenden Führungen kann man den Fischereihafen (Start direkt am havenhostel), das Museum Windstärke 10 und das Ringelnatz-Museum, das Fort Kugelbake, das Besucherzentrum Wattenmeer und das Maritime Sicherheitszentrum und Havariekommando kennenlernen, auf dem Offshore Drone Campus faszinierende Drohnenflüge verfolgen, eine Wattwanderung machen, beim Escape Game tüfteln oder sich einfach beim Yoga entspannen. Weite Sandstrände, kunterbunte Fischkutter und das Wattenmeer – auch in Cuxhaven gibt es viel zu sehen.

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