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„Du hast jüngere Beine …“ – wer in der Generation X aufgewachsen ist, kennt vermutlich diesen Satz noch zu gut, mit dem man als Kind zu kleineren Gängen oder Haushaltsaufgaben geschickt wurde. Mittlerweile geht auch diese Generation unaufhaltsam auf das Rentenalter zu und wer damals genervt augenrollend zum Gang in den Keller oder zum Briefkasten aufgestanden ist, sucht vielleicht bald schon selbst nach jüngeren Beinen (und Armen), die ihn bei den täglichen Dingen des Lebens unterstützen können. Denn nur, weil die Gelenke, der Rücken oder die Sinnesorgane nicht mehr so topfit sind wie vor 30 oder 40 Jahren, muss man auf seinen gewohnten Lebensstil nicht verzichten. Service, der (nicht nur) Senioren in vielen Dingen den Alltag erleichtert, ist in dieser Übersicht zusammengestellt.

Einkäufe bringen lassen

Auch für die Dinge des täglichen Bedarfs kann der Weg mal zu beschwerlich sein. Und nicht immer ist ein hilfreicher Nachbar zur Stelle, den man für die eigenen Einkäufe mit einspannen kann. Da ist es ein Glück, dass die meisten Supermärkte, auch die gängigen Discounter, sowie einige Drogeriemärkte mittlerweile einen Lieferservice anbieten. Je nach Region und Anbieter unterscheiden sich Mindestbestellwert und Lieferkosten. Wer keine besonders speziellen Wünsche hat, kann einen Wocheneinkauf zwischen 50 und 100 Euro ohne Aufschlag auf die Ladenpreise an die Haustür geliefert bekommen.

Essen auf Rädern

Auch wenn die Zutaten schon nach Hause kommen: Vor allem alleinlebende Senioren stehen oft vor der Frage, für wen sie noch lange in der Küche herumstehen wollen, um einmal am Tag ein leckeres warmes Essen auf dem Tisch zu haben. Für dieses Problem gibt es seit vielen Jahren die bewährten Menülieferdienste, das klassische „Essen auf Rädern“. In Bremerhaven liefern die Landhausküche, Meyer Menü, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Caritas und die Malteser ausgewogene und abwechslungsreiche Mittagsmenüs. Aus ihrer jahrzehntelangen Erfahrung können die Lieferdienste ihre Menüs auf alle individuellen Bedürfnisse des Kunden, wie Probleme beim Schlucken, Diabetes, oder Unverträglichkeiten, abstimmen.

Mittlerweile gibt es auch eine große Auswahl für Vegetarier. Grundsätzlich haben Kunden die Wahl zwischen den bekannten täglichen Heißlieferungen und einer Tiefkühllieferung für die ganze Woche. Wer sich nicht an die täglichen festen Lieferzeiten halten kann oder will, kann sich so sein Tagesgericht nach eigenem Zeitplan selbst warmmachen. Ebenso lassen sich bestimmte Liefertage wählen. Alternativ zum Lieferservice kann man auch einen Ausflug zu einem der offenen Mittagstische vieler Seniorenwohnanlagen machen.

Hausnotruf

Irgendwann ist der Haushalt wieder auf Vordermann, alle Termine, Einkäufe und Spaziergänge erledigt und man genießt die Ruhe in den eigenen vier Wänden. Doch dort passieren bekanntlich auch die meisten Unfälle. Oder plötzliche Beschwerden machen sich bemerkbar. Und vorzugsweise dann, wenn man am wenigsten damit rechnet und niemand in der Nähe zur Hilfe greifbar ist. Für solche Situationen kann ein Hausnotruf vorsorgen. Ein kleiner wasserdichter Sender, der wie eine Armbanduhr oder eine Halskette getragen werden kann, übermittelt auf Knopfdruck ein Signal an die Notrufzentrale des Anbieters. Dort wird der Notruf sofort entgegengenommen und je nach Situation kann sich professionelle Hilfe oder eine Vertrauensperson sofort auf den Weg machen und vor Ort helfen.

Pflegedienst

Manchmal geht es einfach nicht mehr allein. Wenn die Körperpflege oder das Anziehen nicht mehr selbst bewerkstelligt werden können, muss sich ein professioneller Pflegedienst darum kümmern. Etwa vier von fünf Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause betreut. Ein ambulanter Pflegedienst kann die pflegende und die medizinische Versorgung in regelmäßigen Abständen übernehmen (von einmal wöchentlich bis zu mehrmals täglich) und dadurch Angehörige entlasten. Einige Pflegedienste bieten allerdings eher betreuende Aufgaben wie Haushaltshilfe und Alltagsbegleitung an. Deshalb ist es wichtig, die Pflegebedürfnisse vorher genau abzuklären, um sicher zu gehen, dass die Pfleger des beauftragten Dienstes bei Bedarfauch Spritzen geben und Verbände wechseln können.

Alltagsbegleitung & Alltagshilfe

Fachlich geschulte Alltagsbegleiter, auch Betreuungsassistenten genannt, übernehmen hauptsächlich Aufgaben der Pflege, Ernährung und Hygiene für eine Person. Bei Bedarf helfen sie auch im Haushalt, sorgen für kreative oder geistige Beschäftigung oder machen mit dem Pflegebedürftigen Ausflüge. Alltagsbegleiter arbeiten entweder selbstständig oder sind bei einem Pflegedienst angestellt. Die Abrechnung erfolgt mit der Pflegekasse.

Alternativ gibt es Alltagshelfer ohne spezielle Ausbildung. Sie fahren ältere Menschen zum Arzt, zum Friedhof oder Friseur und helfen dabei, den Haushalt zu bewältigen. Für viele Senioren ist ein Alltagshelfer eine willkommene Gesellschaft, wenn sie selbst nicht mehr sehr mobil sind und der Freundes- und Bekanntenkreis immer kleiner wird.

Für jede Lebenssituation im Alter stehen dir in Bremerhaven erfahrene und kompetente Dienstleister zur Seite. In einem unverbindlichen Erstgespräch kannst du deine Wünsche und Bedürfnisse schildern, um ein genau für dich passendes Angebot zu bekommen.

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