
Klimafreundliche Häuser schonen nicht nur die Umwelt, sondern auch das Portemonnaie. Gerade bei den steigenden Energiekosten sind gut gedämmte Fassaden und Dächer ebenso wertvoll wie ein effizientes und sparsames Heizsystem. Wer neu bauen möchte, kann außerdem auf besonders umweltschonende Baustoffe setzen. Lies hier unsere Tipps für Bauherren und Hausbesitzer.
Klimafreundlich bauen
Wenn du ein neues Haus bauen willst, spielt die Energie-Effizienz bereits bei der Planung eine wichtige Rolle. Die verwendeten Baustoffe für die Außenhülle sind in der Regel für die Wärmedämmung optimiert. Außerdem kommen moderne Heizsysteme zum Einsatz, die energiesparend arbeiten. Wärmepumpen oder Heizungen mit Biomasse wie Pellets oder Holzhack-Schnitzeln gelten darüber hinaus als CO₂-neutral. Das kannst du noch mit Photovoltaik oder Solarthermie kombinieren, um sogar selbst Strom oder Wärme zu erzeugen.
Besser Ressourcen und Energie schonen
Für klimafreundliches Bauen spielen aber auch die genutzten Rohstoffe eine wichtige Rolle. Rund die Hälfte aller Neubauten im Wohnbereich nutzten 2022 laut der Deutschen Energieagentur (DENA) hauptsächlich Ziegel oder Beton. Diese Stoffe verbrauchen bei der Produktion sehr viel Energie und sorgen so für einen großen CO₂-Fußabdruck beim Hausbau. Deutlich besser schneidet Holz ab. Und wird auch immer beliebter: 2022 war gut jedes fünfte neu gebaute Wohnhaus aus Holz, so die DENA.
Naturbaustoffe sind klimafreundlicher
Darüber hinaus sind Lehm, Naturstein und Reet eine gute Wahl, wenn dir das Klima wichtig ist. Bei Vorzeige-Projekten wird heute schon beim Bau darauf geachtet, dass sich die verwendeten Baustoffe irgendwann wieder problemlos recyclen lassen. Möglichst kurze Transportwege verringern den ökologischen Fußabdruck weiter. Und auch im Sinne der eigenen Gesundheit solltest du darauf achten, möglichst keine Schadstoffe verarbeiten zu lassen.
Klimafreundlich sanieren
Mehr als die Hälfte aller Wohngebäude in Deutschland ist laut DENA vor 1978 gebaut worden. Die Wärmedämmung war damals längst nicht so wirksam wie heute. Dementsprechend gibt es gerade bei älteren Häusern mehrere Ansätze, um die Energieeffizienz und Klimafreundlichkeit zu steigern. Wer weniger heizen muss, spart Geld und letztendlich auch CO₂. Eine gute Grundlage für die energetische Sanierung bildet ein Termin mit einem professionellen Energieberater. Der logische erste Schritt für ein klimafreundlicheres Haus ist eine verbesserte Wärmedämmung. So sinkt der Energieverbrauch deutlich.
Dach und Dämmung
In den meisten Fällen können Außenwände mit einer zusätzlichen Dämm- Schicht von außen optimiert werden. Das Dach ist ebenso wichtig für effizientes Heizen. Beim Dämm-Material gibt es zahlreiche Optionen. Du kannst dafür zum Beispiel umweltfreundlichere Naturstoffe verwenden. Außerdem geht durch alte Fenster und Türen viel Wärme verloren – hier rechnet sich der Austausch schnell.
Raus mit dem Energie-Fresser
Veraltete Heizungen verbrauchen in aller Regel nicht nur viel Brennstoff, sondern auch übermäßig Strom. Gerade, wenn du alte Gas- oder Ölbrenner ersetzt, gibt es umfängliche Fördermittel. Der Austausch lohnt sich besonders, wenn du zusätzlich Solarthermie einsetzt. So senkst du gleichzeitig deine laufenden Kosten und beruhigst dein Gewissen. Welches Heizsystem sich für dein Haus optimal eignet, kann dir ebenfalls ein Energieberater erläutern. Oder du erkundigst dich bei den zahlreichen Fachfirmen in der Region.
Welche Fördermittel gibt es?
- Wenn du einen umweltschonenden Neubau planst, sind dafür vergünstigte Kredite der Förderbank KfW möglich. Das Haus muss dafür aber feststehende Kriterien erfüllen. Mehr Infos hier: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Neubau/
- Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) trägt bis zu 20 Prozent der Kosten für Dämmung der Gebäudehülle bei; bis zu 50 Prozent für Heizungsoptimierung und bis zu 70 Prozent für den Austausch alter Heizsysteme. Weitere Infos: https://bafa.de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/effiziente_gebaeude_node.html
- Das Land Bremen fördert zusätzlich Projekte wie die Dämmung von Außenwänden, Dächern, Geschossdecken und Kellern sowie den Einbau wärmeeffizienter Fenster. Hier gibt es mehr Infos: https://bremo.info/
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