Warum ein Wintergarten mehr ist als nur ein Anbau – und worauf du bei der Planung achten solltest
Mal ehrlich: Wer in Bremerhaven wohnt, weiß, dass das Wetter unzuverlässiger ist als die Deutsche Bahn. Wind und Schauer sind keine Seltenheit. Terrasse oder Balkon bleiben leer. Ein Wintergarten ist sinnvoll, denn er lässt sich wetterunabhängig nutzen. Wer an einem schönen Aprilmorgen den Frühstückstisch auf der Terrasse deckt und eine Stunde später alles im Regenschauer wieder reinräumt, weiß diesen Vorteil zu schätzen.
Der Wintergarten schafft einen geschützten Raum zwischen drinnen und draußen. Während Regen gegen die Scheiben prasselt oder draußen der erste Frost die Pflanzen überzieht, genießt du im Inneren Licht, Wärme und den Blick ins Grüne. Gerade in dunkleren Monaten kann das ein echter Gewinn sein. Die großzügigen Glasflächen lassen viel Tageslicht ins Haus und schaffen eine freundliche Atmosphäre. Viele Menschen nutzen ihren Wintergarten deshalb als zweites Wohnzimmer, Essbereich, Lesezimmer oder einfach zum Entspannen.
Ein Stück Natur direkt am Haus
Der besondere Reiz eines Wintergartens ist die Nähe zur Natur. Pflanzen gedeihen hier oft besser als im Wohnraum, und selbst an kalten Wintertagen entsteht das Gefühl, mitten im Garten zu sitzen. Wer gern gärtnert, kann den Wintergarten zudem als geschützten Raum für empfindliche Pflanzen nutzen. Mediterrane Gewächse wie Olivenbäume, Zitruspflanzen oder Oleander finden hier ideale Bedingungen, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Gleichzeitig schafft das viele Grün eine angenehme Wohnatmosphäre. Viele Studien zeigen, dass Pflanzen und natürliches Licht das Wohlbefinden steigern.
Wohnraum mit Mehrwert
Ein gut geplanter Wintergarten erweitert nicht nur die Wohnfläche, sondern erhöht auch den Wert deiner Immobilie. Besonders gefragt sind Wohnwintergärten, die ganzjährig genutzt werden können. Dabei spielt moderne Technik eine wichtige Rolle. Hochwertige Verglasungen, gute Wärmedämmung und durchdachte Be- »Für mich ist ein Terrassendach mehr als Wetterschutz: Es schenkt Zeit draußen. Mit seitlichen Glasschiebewänden wird daraus ein Kaltwintergarten, in dem auch kühle Tage ihren Reiz haben. Eine Unterglasmarkise sorgt bei Sonne für angenehmen Schatten. Entscheidend ist, alles so zu planen, dass es Ihren Alltag verschönert – vom Morgen-Kaffee bis zum abendlichen Beisammensein.« behrens-raumausstattung.de lüftungssysteme sorgen dafür, dass der Raum im Winter nicht auskühlt und sich im Sommer nicht zu stark aufheizt. Je nach Bauweise kann ein Wintergarten sogar helfen, Sonnenenergie zu nutzen. Die einfallende Wärme unterstützt an sonnigen Tagen die Beheizung angrenzender Räume und kann den Energieverbrauch reduzieren.
Draußen wird zum Lieblingsort
„Für mich ist ein Terrassendach mehr als Wetterschutz: Es schenkt Zeit draußen. Mit seitlichen Glasschiebewänden wird daraus ein Kaltwintergarten, in dem auch kühle Tage ihren Reiz haben. Eine Unterglasmarkise sorgt bei Sonne für angenehmen Schatten. Entscheidend ist, alles so zu planen, dass es Ihren Alltag verschönert – vom Morgen-Kaffee bis zum abendlichen Beisammensein.„
Marc Burkhardt
Behrens Raumausstattung
www.behrens-raumausstattung.de

Darauf solltest du bei der Planung achten
Bevor du deine Terrasse umbaust, lohnt sich eine sorgfältige Planung. Besonders wichtig ist die Ausrichtung des Wintergartens. Eine Südausrichtung bringt viel Licht und Wärme, kann deinen Wintergarten im Sommer jedoch auch ungewollt zur Sauna machen. Hier sind Verschattungen und Belüftungsmöglichkeiten unverzichtbar. Ost- und Westlagen bieten oft einen guten Kompromiss aus Sonne und angenehmem Raumklima. Ein Wintergarten auf der Nordseite erhält keine direkte Sonne, überzeugt dafür aber mit gleichmäßigen Temperaturen.
Auch die Belüftung sollte frühzeitig berücksichtigt werden. Dachfenster, Lüftungsklappen oder automatische Systeme helfen dabei, Hitze und Feuchtigkeit zuverlässig los zu werden. Ebenso wichtig ist der Sonnenschutz. Außenliegende Markisen, Rollos oder ähnliche Beschattungssysteme verhindern, dass sich der Raum an sehr warmen Sommertagen zu stark aufheizt.
Genehmigungen nicht vergessen
Für einen Wintergarten solltest du dich auch rechtzeitig über die baurechtlichen Vorgaben informieren. Deshalb empfiehlt sich vor der konkreten Planung immer ein Gespräch mit der zuständigen Bauaufsichtsbehörde oder einem Fachbetrieb. In Bremerhaven ist das Bauordnungsamt dein Ansprechpartner, im Umland das Bauamt des Landkreises Cuxhaven. Kleinere unbeheizte Kaltwintergärten können genehmigungsfrei sein, wenn du bestimmte Vorgaben zur Größe, Höhe und den Abständen zum Nachbargrundstück einhältst. Wohnwintergärten, die beheizt und dauerhaft als Aufenthaltsraum genutzt werden, brauchen dagegen in der Regel eine Genehmigung. Auch bei verfahrensfreien Bauvorhaben müssen Bebauungspläne, Abstandsflächen und weitere baurechtliche Vorgaben eingehalten werden.
Ein Gewinn für dein Zuhause
Ein Wintergarten schafft dir zusätzlichen Wohnraum, bringt Licht ins Haus und lässt dich die Natur bei jedem Wetter genießen. Mit einer guten Planung und hochwertiger Ausführung schaffst du dir einen Ort, den du das ganze Jahr über nutzen kannst – als Refugium, Treffpunkt für Familie und Freunde oder einfach als persönliches grünes Wohnzimmer.
„Viele Bauherren denken beim Wintergarten zuerst an Größe und Optik. Mindestens genauso wichtig ist aber die spätere Nutzung. Aspekte wie ausreichend Steckdosen, Beleuchtung und Sonnenschutz sollten deshalb von Anfang an mit eingeplant werden – nachträgliche Änderungen sind meist deutlich aufwendiger und teurer.„
Jens Schulz
Geschäftsführer Ernst Krethe GmbH
www.krethe.de

