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In zehn Schritten zum Altar: Unsere Tipps für eure Traumhochzeit

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Die eigene Hochzeit zu planen ist aufregend, manchmal überwältigend und vor allem sehr persönlich. Aus euren ersten Gedanken entsteht Schritt für Schritt ein Fest, das wirklich zu euch passt. Damit ihr zwischen Vorfreude und To-do-Listen nicht den Überblick verliert, helfen eine gute Struktur – und unsere Tipps.

1. Die Basics festlegen

Bevor ihr euch in Details verliert, klärt die wichtigsten Eckpunkte: Wie möchtet ihr heiraten – standesamtlich, kirchlich oder beides? Im großen Rahmen oder im engen Familienkreis? Und an welchem Ort? Ebenso zentral ist das Budget: Wie viel Geld steht zur Verfügung, und was ist euch besonders wichtig? Eine bewährte Methode: Jeder von euch nennt drei Dinge, die ihm bei der Hochzeit besonders wichtig sind – zum Beispiel eine bestimmte Location oder ein spezielles Essen. Daran wird dann nicht mehr gerüttelt.

2. Termin und Ort früh sichern

Ganz wichtig: Wann wollt ihr euch das Jawort geben? Habt ihr ein spezielles Datum wie einen Jahrestag? Termine wie der 27.7.27 dürften schnell ausgebucht sein. Beliebt sind für Hochzeiten allgemein die Monate Mai und Juni – hier solltet ihr also weit genug im Voraus anfragen. Wenn ihr an einem Feiertag heiraten wollt, sind Location und Catering oft teurer oder nur schlecht verfügbar. Bei der Terminwahl solltet ihr auch Brückentage und Schulferien bedenken: Einige Gäste könnten dann verreist sein. Prüft auch, ob am Wunschdatum größere Veranstaltungen stattfinden. Steht der Ort fest, sichert ihn möglichst früh – denkt dabei an schöne Fotospots in der Umgebung.

3. Aufgaben verteilen

Ihr müsst nicht alles allein stemmen. Überlegt, welche Aufgaben Freunde, Familie oder Trauzeugen übernehmen können. Zum Beispiel einen DJ organisieren, Deko transportieren und aufbauen oder durch das Programm der Feier führen. Wenn ihr euch noch mehr Entlastung wünscht, hilft eine Hochzeitsplanerin.

4. Kleidung und Styling rechtzeitig planen

Brautkleider brauchen Zeit: Maßanfertigungen oder Änderungen können bis zu sechs Monate dauern. Anzüge für die Herren sind in der Regel deutlich schneller angepasst. Wenn ihr Wert auf aktuelle Trends legt: Neue Kollektionen kommen ab Oktober/November in die Geschäfte. Denkt auch über ein zweites Outfit für die Feier nach Trauung und Fotoshooting nach. Was vor dem Altar super aussieht, taugt nicht unbedingt zum Tanzen. Ein Paar bequeme Ersatzschuhe sollte die Braut auf jeden Fall parat haben. Für Haare und Make-up gilt: rechtzeitig Probestyling, keine Experimente kurz vor der Trauung – Hautausschläge oder Frisurenunfälle möchte niemand. Umfassende Beratung und dein individuelles Styling bekommst du zum Beispiel bei Laura Jürgensen von Beautyhaven (www.beatyhavenbylaura.de).

5. Eheringe

Bei den Trauringen solltet ihr euch sicher sein – schließlich tragt ihr sie hoffentlich viele Jahrzehnte. Die Grundlage dafür ist, welches Material ihr haben wollt. Silber, Gold und Platin sind die gängigsten. Dabei ist die Optik natürlich wichtig, aber auch das Gefühl am Finger. Die Haltbarkeit der unterschiedlichen Legierungen unterscheidet sich stark. Drei bis vier Monate Vorlauf solltet ihr für eure Ringe einplanen – damit ihr sie rechtzeitig in den Händen haltet.

6. Stil, Deko und Gästeliste festlegen

Erst wenn der Ort feststeht, lohnt sich die Detailplanung: Soll es festlich oder locker werden? Gibt es ein Farbkonzept oder einen bestimmten Stil? Was sollen die Gäste anziehen? Bei der Gästeliste und Sitzordnung hilft Augenmaß. Bestehende Gruppen sollten aufgebrochen werden, damit die Gäste untereinander ins Gespräch kommen. Setzt aber besser niemanden allein an einen Tisch, wo er sonst niemanden kennt. Wenn du weißt, dass sich bestimmte Freunde oder Verwandte nicht öfter als nötig über den Weg laufen sollten, baue einen Sicherheitsabstand ein. Ihr könnt es bei Gästeliste und Sitzverteilung nicht allen recht machen – und das ist auch okay. Schließlich steht ihr im Mittelpunkt.

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Foto Dennis/stock.adobe.com

7. Einladung, Musik und Catering

Save-the-Date-Karten sind sinnvoll, wenn ihr früh plant oder viele Gäste extra für eure Hochzeit anreisen. So könnt ihr euch sicher sein, dass sich alle den Tag freihalten. Beim Catering müsst ihr viele Entscheidungen treffen: Wollt ihr ein Menü oder Büfett, soll es Extras wie einen Mitternachtsimbiss oder eine Snackbar geben? Macht das, was euch gefällt. Eine klassische Hochzeitstorte solltet ihr auch frühzeitig in Auftrag geben. Oder wollt ihr doch lieber ein Kuchenbüfett mit Spenden von Familie und Freunden? Beides hat seinen Charme. Wie Catering und Location solltet ihr auch rechtzeitig einen DJ oder Musiker engagieren. Ihr könnt zwar auch Familie oder Freunde damit beauftragen, Profis sorgen aber besser für Stimmung und legen meistens zur richtigen Zeit das richtige Lied auf.

8. Alles nach Plan?

Jetzt müsst ihr die vielen Einzelteile noch zu eurem Hochzeits-Puzzle zusammensetzen. Extra-Tipp: Druckt alle Angebote von Locations, Catering und so weiter aus und heftet sie in einen Ordner. So könnt ihr schnell und einfach vergleichen und eine Entscheidung treffen. Steht alles fest? Dann erstellt einen Ablaufplan mit ausreichend Zeit für jeden Programmpunkt. Fügt bewusst Pausen dazwischen ein: zum Verschnaufen und um Verzögerungen auszugleichen. Sprecht auch vorher mit Familie und Freunden, was sie an Reden und Acts vorhaben. Und darüber, ob und wie es zu eurem Plan passt. Weniger ist oft mehr. Es soll schließlich auch noch genug Zeit zum Reden, Tanzen und Feiern bleiben.

9. Feinschliff und Organisation

Stimmt Einladungskarten, Menükarten und Programm optisch aufeinander ab. Erstellt eine Geschenkeliste – auch mit Kleinigkeiten. Die Gäste freuen sich, wenn sie euch nicht nur einen Umschlag mit Karte und Geld in die Hand drücken. Ihr könnt auch eine Gruppe in Social Media erstellen und alle Gäste einladen. Das bietet die Möglichkeit, kleine Änderungen oder Anfragen schnell in die Runde zu werfen. Außerdem können hier auch alle nach der Feier ihre besten Fotos und Videos posten.

10. Die letzten Tage: Ruhe bewahren

Haltet den Tag vor der Hochzeit möglichst frei, um noch einmal durchzuatmen. Nehmt euch nicht zu viel vor. Verteilt eine Aufgabenliste an eure Helfer. Packt eine kleine Brauttasche mit: Ersatzstrumpfhose, Blasenpflaster, Haarspangen, Deo, Make-up, bequeme Schuhe, Traubenzucker oder koffeinhaltige Getränke und etwas Bargeld.

Jetzt wird geheiratet!

Macht euren eigenen Plan für euren Tag – so, wie es euch gefällt. Dabei müsst ihr nicht jede Meinung aus Freundeskreis und Familie berücksichtigen. Wenn ihr die großen Entscheidungen früh trefft, Aufgaben verteilt und euch genügend Puffer einplant, wird aus der Planung kein Stressprojekt. Sondern ein Teil der Vorfreude auf euren großen Moment.

Smart Wedding – die amerikanische Hochzeit

Ein klarer Ablauf und zeitlich begrenzte Highlights statt Endlosfeier: Die Amerikanische Hochzeit liegt gerade voll im Trend. Im Unterschied zum gewohnten Ablauf beginnt sie meist erst am Nachmittag. Nach der Trauung folgt ein Empfang mit Getränken, dann das Festmahl – beides dauert nur etwa eine Stunde. Danach geht es auf die Tanzfläche und auch hier ist gegen 23 Uhr Schluss. Diese komprimierte Hochzeit ist nicht weniger schön: Statt Leerlauf und endlosen Programmpunkten reihen sich hier die Highlights aneinander und auch für das Brautpaar ist das deutlich weniger stressig. Amerikanisch heiraten kannst du zum Beispiel im havenhostel Cuxhaven – auf der Dachterrasse mit wunderbarem Blick auf die Nordsee.

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