Von einem eigenen Unternehmen träumen viele Menschen – vom Studierenden mit einem Startup-Plan bis zur Handwerksmeisterin oder zum Handwerksmeister. Bei der Gründung des eigenen Unternehmens gibt es aber viel zu beachten. Die Bremerhavener Starthaus- Initiative unterstützt Gründerinnen und Gründer von der ersten Idee über Förderungen bis zur Finanzierung und Vernetzung. Wir haben mit den Akteuren darüber gesprochen, wie aus dem Traum vom eigenen Unternehmen Realität wird.
Genauso unterschiedlich wie die Ideen für Unternehmen und die potenziellen Gründerinnen und Gründer sind die Wege zum Ziel. Deshalb gibt es in Bremerhaven gleich mehrere Anlaufstellen dafür. Sowohl die Wirtschaftsförderung Bremerhaven (BIS) als auch das Arbeitsförderungszentrum (afz) und das Starthaus Bremerhaven bieten kostenlose Beratungen an. Je nachdem, aus welchem Bereich die Gründerinnen und Gründer kommen, leiten sie die Anlaufstellen bedarfsgerecht weiter, übernehmen verschiedene Aufgaben und unterstützen sich gegenseitig dank enger Vernetzung.
Klassische Existenzgründungen von kleinen Unternehmen finden zum Beispiel beim afz einen ersten Anlaufpunkt. Dabei kann es etwa um den Start eines eigenen Handwerksunternehmens oder eines Ladens gehen. Außerdem legt das afz einen besonderen Fokus auf Gründerinnen und Zugewanderte. An das afz vermittelt zum Beispiel auch die Arbeitsagentur Kunden, die Potenzial für eine Existenzgründung haben.
Startups finden im Starthaus Bremerhaven den idealen ersten Ansprechpartner. „Ein Startup ist ein technologisch innovatives, skalierbares Unternehmen“, beschreibt Alexander Baxmann vom Starthaus Bremerhaven – nicht jede Existenzgründung gilt als Startup. Zur Beratung kommen hier unter anderem Studierende, Forschende oder Menschen aus der IT-Branche.
„Gemeinsam haben wir im Netzwerk den Überblick über alle Möglichkeiten und Ansprechpartner und können alle an einen Tisch bringen.“
Dr. Barbara Schieferstein (BIS)
Barbara Schieferstein von der Wirtschaftsförderung Bremerhaven (BIS) steht ebenfalls für Anfragen von möglichen Gründerinnen und Gründern zur Verfügung. Die BIS unterstützt die Gründerinnen und Gründer in vielen Bereichen – von der Suche nach einem Standort über die Förderung bis zur Vernetzung.
Als ein Beispiel für die Zusammenarbeit nennt Alexander Baxmann ein neues Blumengeschäft am Bahnhof: In Kooperation mit dem afz erstellte die Gründerin einen Businessplan, über das Starthaus kam ein Mikrokredit zustande und mithilfe von Netzwerkpartnern wurde ein passender Standort gefunden. Ein weiteres Beispiel: Die BIS vermittelte einen IT-Experten an das Starthaus, dort entstand in der Beratung aus einer Idee ein tragfähiges Geschäftsmodell und ein entsprechender Förderantrag für ein Startup wurde gemeinsam gestellt.
Kurze Wege und beste Vernetzung
Ein weiterer Baustein ist die Vernetzung von Gründerinnen und Gründern untereinander. Das Starthaus Bremerhaven lädt zum Beispiel regelmäßig zum „Founders Dock“ ein. Dort treffen Akteure aus der Startup-Szene mit Netzwerkpartnern und Vertretern der Wirtschaft aufeinander, präsentieren und besprechen Unternehmensideen und lernen sich kennen. Speziell an Gründerinnen richtet sich der „Female Founders Coffee Club“, der monatlich im Starthaus stattfindet.
In Bremerhaven sind die Wege kurz und die meisten Akteure kennen sich. Das sehen die Vertreterinnen und Vertreter der Starthaus-Initiative als klaren Vorteil. „Bremerhaven ist übersichtlich und wird auch in anderen Kontexten gerne als Blaupause für neue Strategien betrachtet“, sagt Alexander Baxmann. Die Gründungsszene profitiere außerdem stark von den lokalen Forschungseinrichtungen und der Hochschule. Von dort kommen einige Ideen für neue Unternehmen.
Die Starthaus-Initiative kann Gründerinnen und Gründern in den ersten Monaten und Jahren günstige Räume vermitteln. Einen weiteren wichtigen Impuls für die Gründungsszene wird das Gründungsund Innovationszentrum Namens „luniq“ im Gewerbegebiet Lunedelta geben. Das luniq ist darauf ausgelegt, Start-ups, Unternehmen und Projekten, die nachhaltig wirtschaften möchten, ein Zuhause zu bieten. Die Eröffnung ist für Anfang 2027 geplant.
Alle Akteure der Starthaus-Initiative stehen von der ersten Idee bis fünf Jahre nach der Gründung für kostenlose Beratungen zur Verfügung. Dazu kommen Professionalisierungsangebote, Seminare und Vorträge, oft in Zusammenarbeit mit Akteuren in Bremen. Neben Unternehmensgründungen berät, unterstützt und vermittelt die Starthaus- Initiative auch beim Thema Nachfolge. Gemeinsam fallen die Schritte in die Selbstständigkeit viel leichter – aus Ideen und Träumen werden erfolgreiche Unternehmen.
www.starthaus-bremen.de/de/page/bremerhaven
Unterstützung für Gründerinnen und Gründer
- Allgemeine Existenzgründungsberatung bei der BIS Wirtschaftsförderung:
Dr. Barbara Schieferstein
0471 94 64 69 22
schieferstein@bis-bremerhaven.de - Beratung beim Arbeitsförderzentrum AFZ – allgemein oder mit Fokus auf Gründerinnen und Zugewanderte:
Ina Hacheney
0471 98 39 97 5
ina.hacheney@afznet.de - Beratung im Starthaus Bremerhaven:
- Alexander Baxmann
0471 4189 1580
alexander.baxmann@starthaus-bremen.de

