Jahr für Jahr fassen Millionen von Menschen Vorsätze: Im neuen Jahr werde ich mein Leben ändern! Mehr Sport, gesündere Ernährung und Abnehmen sind dabei die Klassiker. Aber warum nehmen wir uns überhaupt Vorsätze? Wieviel bleibt davon übrig? Und weshalb lohnt es sich, damit nicht bis ins neue Jahr zu warten? Das liest du hier.
Kurze, graue und nasse Tage laden nicht gerade zu Outdoor-Sport oder allgemein zum aktiven Leben ein. Da haben Couch und Snacks vor dem Fernseher eine deutlich höhere Anziehungskraft. Und dann kommen noch die Festmähler zu Weihnachten sowie Schoko, Spekulatius und Lebkuchen aus dem Adventskalender. Mit dem Körpergewicht nimmt das schlechte Gewissen zu. Außerdem ist die Weihnachtszeit zwar schön, aber oft sehr stressig. Das führt zu den immergleichen Vorsätzen:
Die Top-Vorsätze
- Weniger Stress (wollen 68 % der Befragten im neuen Jahr)
- Mehr Bewegung (61 %)
- Gesündere Ernährung (56 %)
- Abnehmen (34 %)
Quelle: Studie der DAK, 2024
Warum nehmen sich so viele Menschen aber den 1. Januar als Stichtag, um ihr Leben umzukrempeln? Psychologen sprechen von dem „Fresh Start Effect“. Gefühlt beginnt mit dem neuen Jahr ein neues Kapitel unseres Lebens. Das kann motivieren, alte Gewohnheiten abzulegen. Genauso wirkt der „Fresh Start Effect“ zum Beispiel auch, wenn du einen neuen Job beginnst oder in ein neues Zuhause ziehst. Dazu kommt der soziale Druck: Wenn andere Vorsätze fassen, wirst auch du nach deinen gefragt.
Nur jeder Fünfte hält durch
Leider sind Vorsätze aber oft alles andere als nachhaltig. Die ersten brechen schon wieder damit, wenn die Silvester-Böllerreste noch auf den Straßen liegen. Neun Prozent der Menschen, so eine Statista- Umfrage von 2019, halten mit ihren Vorsätzen nicht einmal einen Tag durch. 39 Prozent scheitern am ersten Monat, 27 Prozent nach zwei Monaten. Dauerhaft am Ball bleiben laut Umfrage nur 20 Prozent. Eine Ursache dafür ist ein zu hoch gestecktes Ziel: „Ich gehe ab sofort dreimal pro Woche Joggen“ oder „Ich esse nur noch zuckerfrei und kalorienarm“. Damit setzt du dich selbst stark unter Druck. Und wenn du dann doch einmal schwach wirst, bist du frustriert – und der Vorsatz wird dann oft einfach über Bord geworfen.
Setz dir erreichbare Ziele
Deshalb führen realistische und konkrete Ziele zu dauerhaftem Erfolg. Du kannst dir zum Beispiel bestimmte Tage in der Woche vornehmen, an denen kalorienreduziert gegessen wird. An den anderen darf es dann auch mal Pizza oder ein Schokoriegel sein. So ernährst du dich langfristig gesünder, ohne ständig auf etwas zu verzichten. Das Gleiche gilt für Bewegung: Es muss nicht gleich das Training für den Marathonlauf sein. Stattdessen kannst du regelmäßiger das Fahrrad nutzen, einen täglichen Spaziergang machen oder dich zum Vereinssport anmelden. Schließlich willst du ja eigentlich weniger Stress, nicht mehr.
Ganz wichtig: Du musst deinen gefassten Vorsatz wirklich selbst in die Tat umsetzen wollen! Und nicht nur, weil es alle anderen für das neue Jahr so machen. Stecke dir kleine Zwischenziele und erstelle dir einen Zeitplan. Ein realistisches Ziel kann dich sehr stark beflügeln. Und das gilt nicht nur zum Jahreswechsel. Starte doch einfach sofort! Das gibt dir einen zusätzlichen Motivationsschub und hilft, alte Gewohnheiten zu durchbrechen.
Die eigenen Vorlieben und Eigenschaften spielen eine große Rolle beim Erreichen der Ziele. Beim Sport können dir ausgebildete Fitness-Trainer individuell angepasste Pläne erstellen. Auch für die Ernährung lohnt es sich, professionelle Tipps von Ernährungsberatern zu holen. Wenn du deine Bedürfnisse nicht außer Acht lässt, fällt es viel leichter, Verhaltensmuster zu ändern. Dann kannst du nächstes Jahr an Silvester einfach den Vorsatz fassen: genauso weitermachen!
Drei Tipps gegen Stress
- Mache dir eine To-Do-Liste und ordne deine Aufgaben nach Wichtigkeit und erledige immer nur eine zurzeit. Abhaken macht glücklich!
- Achte auf genügend Schlaf! Sieben bis acht Stunden pro Nacht sorgen für ein besseres Lebensgefühl. Schalte eine halbe Stunde vor dem
Schlafengehen alle elektronischen Geräte aus. - Sport hilft dir nicht nur beim Gewichtsverlust, sondern baut zusätzlich jede Menge Stresshormone ab.


